Glossar

BegriffBeschreibung
Ace RagAss mit einem niedrigen Kicker
Action(1) Die Gelegenheit zur aktiven Beteiligung am Spiel. Wenn ein Spieler nicht bemerkt, dass er an der Reihe ist, kann der Dealer (Kartengeber) ihn mit den Worten: "Your action" ("Sie sind an der Reihe") zum Spielen auffordern. (2) Einsätze und Erhöhungen: "Wenn ein drittes Pik auf dem Board erscheint und es danach jede Menge Action gibt, kann man davon ausgehen, dass jemand einen Flush hat."
Add OnDas Kaufen von zusätzlichen Chips am Ende der Re-Buy Phase bei einem Turnier.
AggressivEin Spieler, der oft spielt und dabei viel einsetzt resp. erhöht.
All InDer Spieler setzt seine gesamten Chips, welche er noch besitzt.
All-In"Alles gesetzt". Einsatz aller am Tisch verfügbaren Chips eines Spielers.
American AirlinesAA als Starthand wird so genannt.
Anna KournikowaAK als Starthand wird so genannt (sieht gut aus, verliert aber meistens).
AnteEinsatz, welcher vorgeschrieben ist, und der von allen Spielern zu Beginn der Runde (bevor die Karten ausgegeben werden) gemacht werden muss.
AnteEin kleiner, vorgeschriebener Einsatz, den jeder Spieler vor Einsicht der Karten erbringen muss, damit ein Pot gebildet wird. Bei den meisten Hold'em-Varianten gibt es ein solches Ante nicht; stattdessen wird der Pot hier mit "Blinds" gebildet.
APPTAsia Pacific Poker Tour
ATCAbkürzung für Any Two Cards
BackdoorEin Blatt, welches sowohl beim Turn als auch beim River noch eine Karte benötigt, um zur Gewinnerhand zu werden (z.B. wenn man nach dem Flop drei Karten einer Farbe besitzt hat man ein 'Backdoor Flush Draw').
Backdoor"Hintertür". Die Komplettierung einer Straße oder eines Flushs mit zwei Karten (am Turn und am River). Ein Beispiel: Sie haben A-7 und der Flop bringt K-6-4. Sie bräuchten also noch zwei weitere Pik, um einen Flush zu erhalten. Kommen diese auf dem Turn und dem River, dann spricht man von einem "Backdoor Flush" - einem Flush durch die Hintertür. Siehe dazu auch "Runner".
Bad BeatWenn man mit einer wirklich guten Hand von einem anderen Spieler (mit Glück) geschlagen wird.
Bad Beat"Großes Pech" beim Poker: Der Ausdruck wird immer dann benutzt, wenn ein sehr starkes Blatt von einem deutlich schwächeren Blatt geschlagen wird. "Bad Beat" deutet außerdem an, dass der letztendliche Gewinner eigentlich gar nichts im Pot zu suchen hatte und nur dank extremem Kartenglück gewonnen hat. Wir geben Ihnen hier kein Beispiel - von Bad Beats werden Sie im Laufe Ihrer Pokerkarriere noch genug hören ...
BankrollDer Geldbetrag, der dem Spieler zur Verfügung steht.
Base DealingWenn der Dealer schummelt und von der Unterseite des Kartenstapels sich oder jemand anderem eine Karte gibt.
Beikartesiehe Kicker
Betder Einsatz
BetDie ersten Chips, die während eines beliebigen Spielabschnitts ("Street") einer Pokerhand in den Pot eingezahlt werden. Vor dem Flop wird der Small Blind als erster Einsatz ("First Bet") bezeichnet.
Betting IntervalEinsatzrunde, Wettrunde, Bietrunde
BicycleSo wird eine Strasse mit A2345 genannt.
Big Blindsiehe Blind
Big BlindDie größere der beiden vorgeschriebenen Einsätze, die bei einer Texas Hold'em-Partie erbracht werden müssen. Siehe auch "Blind".
Big Slickso werden AK als Starthand genannt.
Big StackDer Spieler, welcher am Tisch die meisten Chips besitzt.
BlankEine Karte, welche für den Spieler nutzlos ist.
BlankEine wertlose Gemeinschaftskarte auf dem Turn oder River, die keinem Spieler hilft, sein Blatt zu verbessern. Ein Beispiel: Wenn der Flop aus A-J-T besteht, wäre eine 2 eine klassische "Blank" und ohne Auswirkungen - ganz im Gegensatz zu einer 2 übrigens ...
BlattDie besten fünf Karten, die der Spieler mit seinen Pocket-Karten und den Gemeinschaftskarten erzielen kann.
BlindDer Einsatz, welcher beim Hold'em Poker gebracht werden muss. Es gibt den Big Blind und den Small Blind (Hälfte des Big Blinds). So ist sichergestellt, dass bei jedem Spiel Geld im Pot ist.
BlindEin vorgeschriebener Einsatz (Pflichteinsatz), der noch vor dem Austeilen der ersten Karten einer Hand von einem oder mehreren Spielern erbracht werden muss. Für gewöhnlich werden diese Einsätze - beim Texas Hold'em sind das der "Small Blind" und der "Big Blind" - von den beiden Spielern links vom "Dealerbutton" in den Pot eingezahlt.
BluffMan gibt vor, man hat ein gutes Blatt in den Händen, was aber in Wahrheit nicht so ist.
BoardDas ist die Mitte des Tisches. Dort werden die Gemeinschaftskarten aufgezeigt. Auch der Pot befindet sich dort.
BoardSämtliche Gemeinschaftskarten ("Community Cards"), die während einer Hand auf den Tisch kommen - also der Flop, die Turnkarte und die Riverkarte. Ein Beispiel: "Auf dem Board lag kein einziges Herz."
Board Cardsdie Gemeinschaftskarten
BoatSo wird ein Full House genannt.
Bottom PairWenn ein Spieler das tiefst mögliche Paar besitzt, welches zusammen mit den Gemeinschaftkarten gebildet werden kann (z.B. er hat 93 und im Flop kommt KT3).
Bottom Pair"Kleinstes Paar". Ein Paar, das mit einer Startkarte und der niedrigsten Karte des Flops gebildet wird. Ein Beispiel: Wenn Sie A-6 halten und der Flop K-T-6 bringt, dann haben Sie "das Bottom Pair gefloppt".
BountySogenanntes Kopfgeld. Wird bei einer bestimmten Turnierform an den Spieler ausbezahlt, welcher einen Gegner eliminiert. Manchmal auch ein Bonus, wenn ein Profispieler eliminiert wird.
BraceletWertvolles Armband aus Gold, welches jeder Spieler als Auszeichnung nebst dem Preisgeld erhält, der bei der WSOP ein Turnier gewinnt.
Break EvenWenn man weder im Gewinn noch im Verlust ist, dann ist man Break Even.
BroadwayDie höchste Strasse: TJQKA.
Bubble BoySo wird der letzte Spieler genannt, welcher aus einem Turnier ausscheidet, bevor Geld gewonnen wird.
BulletsAA als Starthand wird so genannt.
Burn"Verbrennen". An Live-Pokertischen "verbrennt" der Kartengeber häufig die oberste Karte - d.h. er nimmt sie unbesehen vom Kartenstapel und legt sie zur Seite -, bevor er Karten austeilt. Das geschieht immer, bevor der Flop, der Turn und der River auf den Tisch kommen, und soll verhindern, dass ein Spieler dadurch einen unfairen Vorteil erhält, dass er einen Blick auf die oberste Karte werfen kann.
Burn CardsBevor der Dealer die Flop, die Turn bzw. River cards aufdeckt, legt er stets die oberste Karte, eine sogenannte Burn Card verdeckt beiseite. Manchmal wird dieses Vorgehen auch bereits vor dem Verteilen der Pocket Cards gewählt.
ButtonAuch Dealer-Button genannt. Eine Scheibe mit einem "D" in der Mitte, welche von Spieler zu Spieler wandert. Damit ist ersichtlich, welcher Spieler als erster handeln muss.
ButtonKurzform von "Dealerbutton" - Eine Scheibe (gelegentlich mit einem aufgedruckten "D") auf dem Pokertisch, die den nominellen Kartengeber - den "Dealer" - anzeigt. Der Button wandert mit jeder gespielten Runde im Uhrzeigersinn um den Tisch, um anzugeben, wer gerade "Dealer" ist - und wer dementsprechend die Blindeinsätze entrichten muss. Der Ausdruck wird auch als Bezeichnung für den Spieler an der Position des Dealerbuttons benutzt: "Oh, der Button hat erhöht."
Buy"Kaufen". Dieser Ausdruck bezeichnet (1) eine Erhöhung mit der Absicht, alle Gegner zum Passen zu bewegen ("Buy the pot" - den Pot kaufen) oder (2) eine Erhöhung mit dem Ziel, alle Gegner zwischen sich und den Blinds zum Passen zu bewegen ("Buy the button" - den Button kaufen). Wird vom "Pot kaufen" gesprochen, deutet man damit auch an, dass ein Spieler einen Bluff versucht, während ein Spieler, der den Button zu kaufen versucht, meist auch ein überdurchschnittlich gutes Blatt hat.  
Buy inDer Betrag, welcher zu zahlen ist, um am Spiel teilzunehmen.
CallDen Einsatz bringen, welcher dem Einsatz des / der Gegner entspricht.
CallDas Mitgehen mit einem vorangegangenen Einsatz bzw. einer Erhöhung nennt man "Call" oder - eingedeutscht - "callen". (Andere Ausdrücke sind "to see" - "Ich will sehen" - oder "to meet a bet".)
Calling StationSpielertyp, welcher sehr loose spielt, liebend gerne called und viel zu oft sein Geld verliert. Ein sehr beliebter Typ von Gegner.
Calling StationEin etwas geringschätziger Ausdruck für einen Spieler, der so gut wie nie setzt oder erhöht, dafür aber viel zu oft "callt" (mitgeht) und gerne spekulative Blätter wie "Inside Straights" spielt, auch wenn die statistischen Erfolgsaussichten diese Entscheidung eigentlich verbieten. Auch schwache und passive Spieler werden als "Calling Station" bezeichnet.
CapBei einem Limit Spiel bedeutet das, die maximale Anzahl an erlaubten Erhöhungen erreicht zu haben (in der Regel sind dies vier).
CapDie maximal erlaubte, letzte Erhöhung beim Limit Poker (normalerweise die dritte). Dealer in Kalifornien sprechen gerne von "Capitola" oder "Cappuccino", was so viel bedeutet wie: "Das Erhöhen ist nun beendet."
CardroomDer Poker Raum im Casino.
CaseDie letzte Karte eines bestimmten Wertes, die noch im Deck sein kann. So z.B. wenn bereits 3 Asse ausgeteilt wurden und auf dem River das vierte Ass kommt, ist dies die Case Karte (auf englisch 'case ace').
CaseDie letzte Karte eines bestimmten Werts oder einer bestimmten Farbe, die noch im Kartenstapel sein kann. Ein Beispiel: "Der Flop bringt J-8-3, ich habe ein Paar Buben und er ein Paar Achten. Und auf dem River kommt ausgerechnet die Case Eight, und damit schlägt er mein Full House."
Cash GameBei dieser Variante entsprechen die Chips echtem Geld. Die Blinds sind immer gleich und es können jederzeit Chips nachgekauft werden (meistens bis zu einem bestimmten Limit). Wenn am Tisch ein Platz frei ist, kann ein neuer Spieler jederzeit einsteigen.
Cash OutBei einem Cashgame aufhören und seine Chips in Geld umtauschen.
Center PotDer Center Pot oder "Main Pot" ist der Hauptpot einer Pokerhand. Wenn mehrere Spieler mit unterschiedlicher Chipanzahl All-in gehen, muss neben dem Center Pot mindestens ein "Side Pot" (Nebenpot) gebildet werden.
CheckKeinen Einsatz bringen und schauen, was die folgenden Gegner tun. Funktioniert nicht, wenn ein Gegner vorgängig gesetzt oder erhöht hat. Wenn nach einem kein Gegner mehr folgt, wird die nächste Karte gezogen respektive es kommt zum Showdown.
Check"Schieben". Wenn in einer Setzrunde noch nichts gesetzt wurde und man selbst (erst einmal) nichts setzen möchte, kann man "checken", d.h. an den nächsten Spieler weitergeben.
Check RaiseMit einem guten Blatt bewusst "checken", um nach dem Einsatz eines anderen Spielers zu erhöhen. Diese Taktik ist vor allem bei niedrigen Limits ein wertvolles Mittel, um die Anzahl der im Pot verbliebenen Spieler zu reduzieren, wenn man momentan das beste Blatt hat.
Check-RaiseWenn man ein gutes Blatt hat, wartet man mal ab was die Gegner setzen und erhöht dann anschliessend.
ChipDas Spielgeld. Repräsentiert je nach Farbe und Aufdruck einen bestimmten Betrag.
Chip RaceWenn bei einem Turnier die Blinds höher werden als der Wert einer Chips-Gruppe (z.B. wenn die Blinds 50/100 sind und es 25er Chips gibt), werden diese Chips umgetauscht.
ChipleaderDer Spieler, welcher während einem Turnier die meisten Chips besitzt.
ClubsSpielkartenfarbe Kreuz
Coin FlipIm Pre-Flop geht ein Spieler All In, welcher ein kleines Paar hat. Ein zweiter Spieler hat zwei hohe Karten, wie z.B. AQ. Die Gewinnwahrscheinlichkeit liegt bei beiden Händen bei ca. 50%. Daher bezeichnet man diese Situation als Coin-Flip (Münzwurf).
Cold CallEin Call, wo mit dem selben Betrag bereits Spieler zuvor gecallt haben.
Cold CallWenn vor einem Spieler ein Einsatz und zusätzlich eine Erhöhung getätigt wurde, bezeichnet der Ausdruck "Cold Call" das Mitgehen ohne eigene Erhöhung. Bei einem Cold Call bringt man also den Einsatz  und  die Erhöhung.
Cold DeckEin präparierter Kartenstapel, welches für Betrugszwecke verwendet wird. Dabei tauscht der Dealer das gemischelte Kartendeck mit dem vorbereiteten aus.
Come HandEin Blatt, das noch verbessert werden muss ("on the come" bedeutet in etwa "im Kommen").
Community CardsGemeinschaftskarten; d.h. die Karten, welche in der Mitte zu liegen kommen und für alle Teilnehmer gelten. Auch bekannt als Flop, Turn und River.
Community Cards"Gemeinschaftskarten". Das sind die Karten, die im Texas Hold'em und Omaha offen auf den Tisch kommen und von allen Spielern gleichzeitig verwendet werden. Man bezeichnet sie auch als das "Board".
Complete HandEine Pokerhand, wo alle 5 Karten verwendet wurden (z.B. Strasse, Flush). Ist bei Vierlingen z.B. nicht notwendig.
Complete HandEin Pokerblatt, für das alle fünf Karten benötigt werden: Straße (Straight), Flush, Full House oder Straight Flush.
Connector"Zwei-Karten-Straße". Zwei aufeinanderfolgende Karten, z.B. 9-10 oder Q-J.
ConnectorsZwei aufeinanderfolgende Karten (z.B. 98).
Continuation BetWenn der Spieler im Pre-Flop erhöht hat und dann anschliessend im Flop wieder eine Bet anbringt (egal ob er den Flop getroffen hat oder nicht).
CounterfeitWenn eine Gemeinschaftskarte auf dem Board erscheint, welche dem Spieler sein bisheriges Blatt entwertet oder gar wertlos macht. Dies kann z.B. passieren, wenn der Spieler ein Pocket Pair mit 44 in der Hand hält, der Flop 998 bringt und im Turn eine weitere 8 folgt. Nun hat es auf dem Board zwei Paare, welche höher sind als die 44 und deshalb wir die Hand des Spielers wertlos.
CounterfeitEntwertung der eigenen Karten durch die Gemeinschaftskarten. Ein Beispiel: Sie bekommen als Startkarten 6-6, und der Flop bringt 10-10-9. Sie halten also momentan 2 Paare. Erscheint nun auf dem Turn (oder River) eine 9, so machen die beiden Paare auf dem Tisch Ihr Paar Sechsen wertlos - ihr Blatt ist "counterfeited".
CowboysKK als Starthand wird so genannt.
CrackEine Hand schlagen - meist eine sehr starke Hand. Dieser Ausdruck fällt häufig, wenn jemand mit einem Paar Assen verliert: "Das ist heute schon das dritte Mal, dass meine Asse gecrackt wurden."
CrackedWenn eine gute Starthand wie z.B. AA geschlagen wird.
CrippleDer Ausdruck "cripple the deck" besagt, dass ein Spieler all jene Karten unter den Gemeinschaftskarten findet, die ihm ein optimales Blatt bescheren … und damit gleichzeitig für alle anderen das Board "verkrüppelt". Ein Beispiel: Wenn Sie als Startkarten ein Paar Könige haben und mit dem Flop die beiden anderen Könige erscheinen, haben Sie das Board "verkrüppelt".
CrossfireEin Spieler, welcher zwischen 2 Spielern ist, welche beide erhöhen. So gerät er ins Kreuzfeuer und muss zweimal einen Einsatz bringen, wenn er weiter dabei sein will.
Cut CardEine Karte (keine Spielkarte), mit der abgehoben wird und anschliessend dazu verwendet wird, den Kartenstapel von unten zu verdecken. So wird vermieden, dass jemand beim Verteilen die unterste Karte sieht.
Cut OffDer Spieler, welcher rechts vom Button sitzt.
Cut-OffDie Position (oder der Spieler) direkt rechts vom Dealer.
Dead HandEin Blatt, welches nicht mehr gewinnen kann.
Dead Mans HandA8 wird als Starthand so genannt. Denn der Revolverheld Wild Bill Hickok wurde im Jahre 1876 von hinten erschossen, als er diese Hand hielt.
DealerDer Spieler, der an dem Platz sitzt, wo die Karten gegeben werden. Diese Position ist durch den Dealer Button gekennzeichnet. Die Position des Dealers rotiert im Uhrzeigersinn nach jeder Runde.
Dealer"Kartengeber". Der Spieler, der wirklich (oder theoretisch) die Karten austeilt. Wenn ein professioneller Kartengeber (in einem Kasino oder Pokerzimmer) oder ein automatischer Dealer (im Onlinepoker) das Geben der Karten übernimmt, dann ist es nötig, den theoretischen Dealer zu kennzeichnen, damit deutlich wird, wer die "Blinds" (die zwei Spieler links vom Dealer) sind. Dieser theoretische Dealer wird durch eine kleine Scheibe gekennzeichnet, die "Dealerbutton" oder auch nur "Button" genannt wird und nach jeder Runde im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler wandert.
Dealer Buttonsiehe Button
Deckder Kartenstapel
DiamondsSpielkartenfarbe Karo
Dogsiehe Underdog
DogKurzform von "Underdog", dem Außenseiter laut mathematischer Wahrscheinlichkeit.
Dominated HandEine Blatt, welches von einem anderen Blatt dominiert wird (z.B. Q9 wird durch QT dominiert).
Dominated HandEin Blatt, das fast immer gegen eines der besseren Blätter verlieren wird, die für gewöhnlich gespielt werden. So wird beispielsweise K-3 von K-Q "dominiert": Sofern nicht ein äußerst unwahrscheinlicher Flop erscheint (z.B. 3-3-X, K-3-X), wird dieses Startblatt immer gegen K-Q verlieren.
DonkeyEnglisch für Esel. So wird ein schlechter Spieler genannt.
Double Inside StraightEine unvollständige Strasse mit zwei Lücken, wie z.B.: J9875. Falls noch die Karten T oder 6 kommen würden, hätte der Spieler eine Strasse.
Double UpEinen Pot gewinnen und seinen Chipstand verdoppeln.
DrawWenn noch eine Karte fehlt, um das Blatt zu vervollständigen. Z.b. wenn jemand 4 Karten Herz hat, nennt man dies einen Flush Draw. Wird auch Drawing-Hand genannt.
Draw Dead"Bereits verloren". Egal welche Karte noch auf den Tisch kommt - Ihr Blatt wird nicht reichen, um zu gewinnen. Ein Beispiel: Wenn man auf einen Flush hofft, aber ein anderer Spieler hat bereits ein Full House erreicht, dann verliert man, egal ob man nun seinen Flush zusammenbekommt oder nicht. Das ist natürlich eine prekäre Situation, da man nicht weiß, da man bereits "drawing dead" ist.
Drawing DeadEin Blatt, welches noch nicht vollständig ist, aber selbst dann nicht mehr gewinnen kann (z.B. man wartet auf eine Strasse und jemand hat bereits einen Flush).
Drawing Hand"Kaufblatt". Ein Blatt ohne eigenes Gewinnpotenzial, das sich aber durch den entsprechenden "Draw" (Zukauf) auf dem Turn oder River verbessern kann.
Early PositionEine frühe Position am Tisch. Dies ist in der Regel eine sehr schlechte Position, da man nicht weiss, wie die nachfolgenden Spieler setzen.
EPTEuropean Poker Tour
EquityDarunter versteht man den theoretischen Anteil am Pot. Wenn ein Spieler z.B. über eine Gewinnchance von 50% verfügt und sich im Pot 1000 befinden, wäre die Equity 500.
EquityDer "rechtmäßig" vom Spieler zu erwartende Anteil am Pot. Wenn ein Pot $80 enthält und die eigenen statistischen Chancen auf den Gewinn des Pots bei 50% liegen, hat man eine "Pot Equity" von $40. Dieser Ausdruck wirkt zwar wenig aussagekräftig, weil man entweder $80 gewinnt oder gar nichts, gibt einem aber eine gute Vorstellung davon, welchen Gewinn man - statistisch gesehen - "erwarten" kann.
Expectation"Erwartung". (1) Der Betrag, den man durchschnittlich erwarten kann, wenn man auf eine bestimmte Hand aus ist. Ein Beispiel: Sie zahlen $10 in einen $50-Pot ein, mit der Aussicht auf ein Blatt, das Sie in 25% aller Fälle zusammenbekommen und von der Sie wissen, dass dieses Blatt immer gewinnt. Drei von vier Malen treffen Sie Ihren "Draw" nicht und verlieren daher 3 x 10 Dollar, also insgesamt $30. Beim vierten Mal bekommen Sie Ihr Blatt zusammen und gewinnen $50. Damit betragen Ihre Gesamteinkünfte über vier Hände $50 - $30 = $20, also durchschnittlich $5 pro Hand. Also hat ein Call für $10 in einer solchen Hand eine positive "Expectation" (Erwartung, Gewinnaussicht) von $5. (2) Der Betrag, den man erwartungsgemäß in einem bestimmten Zeitraum am Pokertisch gewinnt: Wenn Sie in 100 Stunden Spiel ein Plus von $527 machen, haben Sie eine "Expectation" von $5,27/Std. Natürlich werden Sie diesen Betrag nicht genau pro Stunde verdienen (und in manchen Stunden werden Sie auch verlieren), doch auf diese Weise lassen sich statistisch zu erwartende Einkünfte berechnen.
Expected ValueDie Gewinne, welcher ein Spieler über eine bestimmte Zeit erwartet.
Exposed CardWenn eine Karte ungewollt sichtbar wird, wie z.B. wenn der Dealer eine Karte beim Geben aus Versehen umdreht.
Extra BlindEin zusätzlicher Blindeinsatz, der von einem Spieler erbracht werden muss, der neu an den Tisch kommt, an den Tisch zurückkehrt oder seine Sitzposition anderweitig ändert (siehe auch "Blind").
Face CardEine Karte mit Bild, d.h. König, Dame, Bube.
Family PotWenn mehr als 3 Spieler an einem Pot beteiligt sind, nennt man dies einen Family Pot.
Family Pot(auch "Multi-Way-Pot" genannt). Ein Pot, an dem sich vor dem Flop alle - oder fast alle - Spieler beteiligen.
FastEine Hand aggressiv spielen und bei jeder Gelegenheit setzen oder erhöhen. "I played that hand fast" bedeutet "Ich habe diese Hand schnell und aggressiv gespielt". Meistens spielt man so, um ein bereits vollständiges Blatt ("Made Hand") gegen ein Blatt mit der Chance auf Verbesserung ("Drawing Hand") zu schützen.
Fast PlayDavon wird gesprochen, wenn ein Spieler aggressiv spielt und bei jeder Bietrunde setzt. Dies z.B. in dem Fall, wo er eine gute Hand gegen mögliche Draws schützen möchte.
FavoritEine Hand, welche die besten Aussichten zum Gewinnen hat. Z.B. ist AA gegen KK Favorit.
Favourite"Favorit". Das Blatt mit der statistisch besten Gewinnchance.
Fifth Streetsiehe River
First PositionDie Position am Spieltisch links vom Dealer Button (der Spieler, welcher den Small Blind setzen musste).
FishEin unerfahrener Spieler, den man leicht besiegen kann.
FloormanEin Mitarbeiter des Veranstalters, welcher bei kritischen Situationen und Unstimmigkeiten die Entscheidung trifft (d.h. jemand, der die Regeln sehr gut kennt).
FlopDie ersten drei (zu sehenden) Gemeinschaftskarten beim Texas Hold'em Poker.
FlopDie ersten drei Gemeinschaftskarten ("Community Cards"), die gemeinsam aufgedeckt werden.
FlushFünf Karten der gleichen Farbe.
Flush DrawWenn man bereits 4 Karten derselben Farbe besitzt und noch der Turn oder River aussteht
FoldDie Karten hinlegen und aus dem laufenden Spiel aussteigen. Der bisher gemachte Einsatz geht verloren.
Fold"Passen". Man will mit dem Einsatz eines anderen Spielers nicht gleichziehen und gibt seine Karten auf.
FoulEin Blatt, das aus irgendeinem Grund unspielbar ist (z.B. weil ein Spieler eine Karte zu viel hat). Ein Spieler mit einem solchen Blatt hat keinen Anspruch auf den Pot oder einen Teil davon: "Nach dem Flop stellte sich heraus, dass er drei Startkarten bekommen hatte, also erklärte der Dealer sein Blatt als foul."
Foul HandWenn für einen Spieler ein Blatt als nicht spielbar gilt, weil z.B. die Karten falsch gegeben wurden (3 Pocket Cards statt 2).
Four of a KindVierlinge, d.h. z.B. vier Könige.
Fourth Streetsiehe Turn
Free CardDer Spieler bekommt eine weitere Community Karte, ohne dafür einen Einsatz gebracht zu haben. Passiert, wenn alle verbleibenden Spieler checken.
Free CardWenn alle Spieler nach dem Aufdecken einer Karte checken, also niemand etwas setzt, kommt die nächste Karte auf den Tisch, ohne dass sie einen Einsatz gekostet hätte. Diese Karte bekommt man also kostenlos zu sehen - daher "Free Card".
Free Roll(1) Wenn die letzten beiden noch aktiven Spieler gleichwertige Blätter haben, aber nur noch einer der beiden sein Blatt durch eine weitere Karte verbessern kann, hat dieser Spieler einen "Free Roll". Ein Beispiel: Wenn man Kreuz As und Kreuz Dame hält, der Gegner Pik As und Pik Dame bekommen hat und im Flop zwei Kreuz, aber kein Pik liegt, teilt man sich im schlimmsten Falle den Pot, kann aber immer noch gewinnen, falls ein weiteres Kreuz auf dem Turn oder River auftaucht. (2) Ein "Freeroll" ist ein Pokerturnier mit Preisen, aber ohne Startgeld ("Buy-in").
FreerollEine Möglichkeit beim Pokern mitzuspielen, ohne einen Eintritt dafür abgeben zu müssen (z.B. ein Freeroll-Turnier bei einem Online Poker Anbieter).
Freeze OutWenn ein Spieler bei einem Turnier ausscheidet.
Full HouseDrillinge und ein Paar, d.h. z.B. drei Buben und zwei Asse.
Gap ConceptEin von David Sklansky erstelltes Konzept, welches besagt, dass man höhere Karten zum Mitgehen benötigt als wenn man erhöht.
GutshotDer sogenannte 'Bauchschuss' bezeichnet das Fehlen einer Karte bei einer Strasse innerhalb der höchsten und tiefsten vorhandenen Karte (z.B. Q, J, 9, 8).
Gutshot Straight(auch "Inside Straight" genannt). Eine Straße, der die mittlere Karte fehlt. Ein Beispiel: Sie 9-8 und auf dem Flop erscheint 7-5-2. Wenn mit dem Turn die 6 kommt, dann haben Sie einen "Gutshot Straight" (dt. in etwa "Bauchschuss-Straße") vervollständigt.
Handsiehe Blatt
Hand for HandIn späteren Phasen von Turnieren gibt es manchmal Momente, wo an allen Tischen Hand für Hand gespielt wird. So z.B. dann, bevor die Spieler ins Geld kommen, wenn also nur noch wenige Spieler ausscheiden müssen.
Heads UpSpiel gegen den letzten (einzigen) Gegner.
Heads Up"Zweikampf". Wenn nur (noch) zwei Spieler um einen Pot spielen. "Am Turn waren sie Heads-up."
HeartsSpielkartenfarbe Herz
High CardWenn beim Showdown keiner der Spieler mindestens ein Paar hat, gewinnt die High Card, also die höchste Karte.
High RollerEin Spieler, welche um hohe Einsätze spielt.
Higher LimitBei einem Spiel mit Limit wird ab dem Turn (vierte Gemeinschaftskarte) beim Setzen als Minimaleinsatz das Doppelte des Big Blinds verwendet.
Hit"Treffer". Wenn eine Karte auf den Tisch kommt, die das eigene Blatt verbessert, dann sagt man: "The Flop hit me" (Der Flop "hat mich getroffen" - passte also wunderbar zum Blatt).
Hole CardsDie beiden verdeckten Karten, welche jeder Spieler erhält. Siehe auch Pocket Cards.
Hole Cards(Bunkerkarten, Handkarten, Startkarten) Die Karten, die Sie verdeckt zu Anfang jeder Hand erhalten. Bei Texas Hold'em bekommen Sie zwei, bei Omaha vier "Hole Cards".
House"Das Haus". Der Veranstalter einer Pokerpartie: "Die $2, die Sie auf den Button platzieren, gehen ans Haus."
Implied Odds"Indirekte Quote". Implied Odds sind "Pot Odds" (Potquoten), die im Moment noch nicht existieren, die Sie aber in Ihre Kalkulation aufnehmen. Mit anderen Worten: Sie rechnen hier die möglichen Folgeeinsätze mit ein, die Sie gewinnen würden, wenn Sie Ihr Gewinnerblatt zusammenbekämen. Ein Beispiel: Sie haben nach dem Flop bereits vier Pik. Ihre Chance auf einen Flush steht 4:1 gegen Sie. Auch wenn die Pot Odds im Moment nur 3:1 betragen, könnten Sie nun jene Einsätze, die höchstwahrscheinlich noch auf dem Turn oder River gebracht werden, bereits als "im Pot vorhanden" in Ihre Kalkulation einbeziehen. Diese Art der Chancenberechnung ist aber spekulativ und erfordert viel Erfahrung. (siehe auch "Pot Odds").
Implied Pot OddsSiehe Pot Odds. Allerdings berücksichtigt man hier zusätzlich, was man im weiteren Verlauf der Runde noch gewinnen könnte.
In the MoneyWenn der Spieler bei einem Turnier eine Platzierung erreicht hat, wo er Geld gewinnt.
Initial PotDie Summe der Blinds und Antes vor der ersten Setzrunde.
Inside StraightWenn man bereits 4 Karten für eine Strasse hat und noch der Turn oder River aussteht, allerdings die fehlende Karte in der Mitte liegt (siehe Gutshot).
Inside Straight Draw(siehe auch "Inside Straight" oder "Gutshot Straight") Ein Straßenansatz, dem eine der mittleren Karten fehlt. Ein Beispiel: Sie haben schon 6-7-9-10 zusammen und bräuchten eine 8, um Ihren "Inside Straight Draw" zu komplettieren.
JackpotEin Sonderbonus oder "Trostpreis" für ein sehr gutes Blatt, das unglücklich geschlagen wird. Um beim Hold'em für einen solchen "Bad Beat Jackpot" in Frage zu kommen, muss der Verlierer meist mindestens ein Full House mit Assen auf der Hand haben. Ein Jackpot wird mit kleinen Anteilen aus den "Antes" und "Blinds" aufgefüllt und kann in Extremfällen so stark anschwellen, dass manche Spieler nur wegen dieses Jackpots alles daran setzen, einen "Bad Beat" zu erleiden.
KeyhandDie Hand, welche bei einem Spiel den Verlauf entscheidend verändert. Das kann z.B. ein grosser Potgewinn sein, oder aber auch ein Bad Beat wo der Spieler viel verliert.
KickerDie höchste Beikarte. Wenn man z.B. ein Paar Achten hat und ein Ass, dann ist das Ass der Kicker.
KickerBeikarte, die den Sieger ermittelt, wenn zwei (oder mehr) Spieler beim Showdown nahezu das gleiche Blatt haben. Ein Beispiel: Ein Spieler hält A-K, sein Gegner A-Q. Wenn nun auf dem Board ein As erscheint, haben beide ein Paar Asse, doch der Spieler mit dem höheren "Kicker" (in diesem Falle dem König) gewinnt.
King KongKK als Starthand wird so genannt.
Late PositionEine späte Position am Tisch. Normalerweise eine sehr gute Position, da man bereits weiss, was die anderen Spieler gesetzt haben.
Lay Downsiehe Fold
LimitDer Betrag, welcher der Spieler pro Runde setzen oder erhöhen kann.
Limit PokerPoker-Form mit einem fixen Limit-Betrag, bis zu dem die Spieler erhöhen können und einer maximalen Anzahl von Erhöhungen. Auch Split Limit genannt.
Limp InDie bisherigen Einsätze bezahlt (called) ohne selber zu agieren. Man spricht vom Limpen, wenn kleine Einsätze zu bezahlen sind und ein Spieler mal so mitgeht, um zu schauen, ob aus der Hand noch was wird.
Live BlindEin Blindeinsatz, der vor dem Austeilen der Karten von einem oder mehreren Spielern erbracht werden muss. Der Zusatz "Live" bedeutet, dass die Spieler, die einen Live-Blind gesetzt haben, erhöhen dürfen, wenn sie wieder an der Reihe sind und ihr Blindeinsatz zuvor nur gecallt wurde.
Longhand TableWenn bei einem Pokerspiel 7 oder mehr Spieler an einem Tisch sitzen.
LooseEin Spieler, der sehr viele Hände spielt. Dies ist das Gegenteil von Tight.
Lower LimitBei einem Spiel mit Limit wird bis und mit dem Flop (die drei Gemeinschaftskarten) beim Setzen als Minimaleinsatz die Höhe des Big Blinds verwendet.
LuckboxEine 'Glücksbox'. So wird manchmal ein Spieler genannt, der viel Glück hat.
Made HandEine fertige Hand, welche mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gewinnen wird. Z.B. wenn ein Spieler nach dem Flop einen Flush mit dem Ass hat.
Made Hand"Vollständige Hand". Ein Blatt, das bereits vollständig ist und keine weiteren Karten mehr benötigt.
Main PotDies ist der Haupt-Pot, wo alle Spieler beteiligt sind, welche bei einem All In von einem oder mehreren Spielern noch im Spiel sind. Daneben gibt es dem Side Pot (siehe Side Pot).
ManiacSpielertyp, welcher loose aggressive spielt, viel erhöht und blufft.
ManiacEin Spieler, der ständig aggressiv erhöht oder blufft. Ein echter "Maniac" (Wahnsinniger) ist kein guter Spieler, sondern jemand, der ständig sein Glück herausfordert. Aber Achtung: Spieler, die sich gelegentlich wie ein Maniac aufführen und damit ihre Gegner verwirren, können ziemlich gefährlich sein.
Match the PotWenn ein Spieler einen Einsatz bringt, welcher dem Inhalt des Pots entspricht.
Middle PairWenn ein Spieler das mittlere Paar nach dem Flop besitzt, welches zusammen mit den Gemeinschaftkarten gebildet werden kann (z.B. er hat 93 und im Flop kommt K97).
Middle PositionEine mittlere Position am Tisch. Diese Position ist nur mittelmässig, weil noch einige andere Spieler nach einem folgen, wo man nicht weiss, wie diese den Einsatz bringen werden.
MisdealWenn beim Ausgeben der Karten dem Dealer ein Fehler unterläuft und die Karten neu gegeben werden müssen.
Monkeysiehe Fish
MonsterEine super gute Hand, welche in der Regel nicht zu schlagen ist.
MTTAbkürzung für Multi Table Tournament. Also ein Turnier, wo an mehreren Tischen gespielt wird.
MuckSein Blatt nicht zeigen, wenn man verliert respektive der letzte verbleibende Spieler im Spiel ist.
MuckDer Stapel gepasster und "verbrannter" Karten neben dem Dealer. Ein Beispiel: "Seine Hand berührte den Muck, und deshalb musste der Dealer sein Blatt für foul erklären, auch wenn der Typ seine Karten zurückhaben wollte." Das Wort wird auch als Verb benutzt und bedeutet dann "die Karten wegwerfen".
No LimitPoker-Form, wo jeder Spieler jederzeit einen beliebigen Betrag setzen kann. D.h. er kann jederzeit ein All in machen.
No-LimitEine Einsatzvariante beim Pokern, bei der ein Spieler, sobald er an der Reihe ist, um jeden Betrag erhöhen kann, der zu dem Zeitpunkt in Chips vor ihm liegt. No Limit Poker ist sehr komplex und wird von vielen Spielern als das "wahre" Pokern angesehen.
NutsDie bestmögliche Hand in einem Spiel.
NutsDie passenden Startkarten für das bestmögliche Blatt, das zusammen mit den Gemeinschaftskarten gebildet werden kann. Ein Beispiel: Wenn die Gemeinschaftskarten K-J-T-4-2, sind, wären A-X die "Nuts". Der Ausdruck wird gelegentlich auch in Verbindung mit dem bestmöglichen Blatt einer bestimmten Kategorie verwendet: So hätte jemand mit den Startkarten A-Q beim obigen Beispiel den "Nut Straight".
OddsDie Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ereignis. Wie hoch ist z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass die fehlende fünfte Karte zum Flush kommt.
OffsuitKarten unterschiedlicher Farbe. Ein Beispiel: Beim Texas Hold'em würden zwei Startkarten wie 5-2 als offsuit" bezeichnet.
OffsuitedWenn die beiden Startkarten nicht von derselben Farbe sind (gleiche Bedeutung wie Unsuited).
One-GapTexas Hold'em: Startkarten, zwischen denen nur eine Lücke ist, z.B. J-9 oder 6-4.
Open Ended Straight DrawWenn man bereits 4 nacheinender liegende Karten besitzt( z.B. J, 10, 9, 8) und noch der Turn oder River aussteht.
Open-Ended Straight DrawWer bereits eine Straße (Straight) aus vier Karten hat, die am oberen oder unteren Ende vervollständigt werden kann (z.B. 3-4-5-6), der hat einen "Open-Ended Straight Draw" - einen zu beiden Enden offenen Straßenansatz.
OutEin Karte, welche das Blatt vervollständigt. Meistens geht man davon aus, dass man dann das Gewinnerblatt besitzt.
OutKarte, die das eigene Blatt verbessern kann. Dieser Ausdruck wird normalerweise in der Mehrzahl verwendet: "Jedes Pik hätte mir einen Flush gebracht, also hatte ich neun Outs."
OutsDie Anzahl der Karten, welche die Hand verbessern könnten. Siehe Out.
OverbetWenn ein Spieler einen unverhältnismässig grossen Einsatz macht.
OvercallEinen Einsatz callen, nachdem dieser Einsatz bereits von einem oder mehreren Spielern gecallt wurde.
OvercardEine Karte, welche jemand in der Hand hält, und höher ist als die höchste Community Card. D.h. z.B. im Flop ist die Dame die höchste Karte und jemand hält ein Ass in der Hand.
Overcard"Höherwertige Karte". Beim Texas Hold'em ist damit eine Startkarte gemeint, die höher ist als die höchste Gemeinschaftskarte. Hat man beispielsweise A-Q auf der Hand und der Flop bringt J-7-3, dann hat man zwar kein Paar getroffen, doch dafür zwei Overcards.
OvercoatedWenn ein Spieler 2 Paar besitzt und in den Gemeinschaftskarten ein Paar auftaucht, welches höher ist als eines oder beide Paare, dann wird das niedrigere Paar überdeckt (d.h. es wird wertlos, z.B. T8 und QT998).
OverpairEin Paar, welches jemand in der Hand hält, das höher ist als die höchste Community Card. D.h. wenn jemand den Flop trifft und dort das höchste Paar hält, gewinnt der Spieler mit dem Overpair.
Overpair"Höherwertiges Paar". Beim Texas Hold'em ist damit ein Paar als Startkarten gemeint, das höher ist als die Karten im Flop. Wenn Sie beispielsweise Q-Q auf der Hand haben und der Flop J-8-3 bringt, dann haben Sie ein "Overpair".
PairPaar, d.h. zwei gleiche Karten wie z.B. zwei Damen.
Passensiehe Fold
PassivEin Spieler, welcher selten spielt und wenn, dann wenig setzt resp. erhöht.
Pay Off"Ausbezahlen". Den letzten Einsatz in der letzten Runde ohne große Gewinnchancen mitgehen, weil der Pot groß genug ist, diesen Call zu rechtfertigen. Ein Beispiel: "Er spielte, als ob er seinen Flush zusammenbekommen hatte, aber ich hatte den besten Drilling, also habe ich ihn ausbezahlt."
Picasso FlopEin Flop, wo es nur Karten mit Bildern gibt (Jacks, Queens, Kings).
Play the Board"Die Gemeinschaftskarten spielen": Man benutzt nur die Karten auf dem Tisch zur Bildung des eigenen Blatts, weil diese besser sind als die eigenen "Hole Cards". Ein Beispiel: Sie haben 4-4 und das "Board" zeigt 6-6-9-9-A - also ist Ihr Paar Vieren irrelevant. Aber Achtung: Wenn Sie "das Board spielen", werden Sie bestenfalls den Pot mit den anderen Spielern teilen (siehe auch "Counterfeit").
PocketAnderer Name für "Hole Cards" (Pocketkarten, Startkarten): "Ich hatte As-König im Pocket."
Pocket CardsDie beiden verdeckten Karten, welche jeder Spieler erhält. Siehe auch Hole Cards.
Pocket PairWenn die Pocket Cards eines Spielers ein Paar bilden.
Pocket Pair(auch "Pocketpaar"). Ein Paar als Startkarten, z.B. "Pocket Kings" (K-K) oder "Pocket Sevens" (7-7).
Pocket RocketsAA als Starthand wird so genannt.
PokerVierling (d.h. vier gleiche Karten)
PositionDie Position eines Spielers am Tisch im Bezug auf den Dealerbutton.
Position RaiseWenn ein Spieler nur eine Erhöhung macht, weil er eine gute Position hat (z.B. wenn der Big Blind am Schluss raist).
Post"Setzen". Das Wort wird meist im Zusammenhang mit Pflichteinsätzen wie "Blinds" oder "Antes" verwendet. Einen solchen Einsatz muss ein Spieler auch dann "posten", wenn er mitten in der Runde an einem neuen Tisch einsteigt (siehe auch "Extra Blind").
Post Oak BluffEine Variante eines Bluffs, wo extra ein kleiner Einsatz gebracht wird, damit die Gegner denken, man habe eine gute Hand und wolle nur, dass Geld in den Pot fliesst.
PotDer gesamte Betrag, um den in einem Spiel gespielt wird.
Pot LimitPoker-Form, wo jeder Spieler jederzeit einen beliebigen Betrag bis zur Höhe des aktuellen Pots setzen kann.
Pot OddsDas mathematische Verhältnis des Geldes im Pot zur Höhe des Einsatzes, der zum Weiterspielen gebracht werden muss.
Pot OddsDie "Potquote" beziffert das Verhältnis des zu erbringenden Einsatzes zur aktuellen Summe im Pot. Ein Beispiel: Im Pot liegen 60 Chips. Ein Spieler setzt nun 6 Chips, sodass die aktuelle Summe im Pot jetzt 66 Spielchips beträgt. Sie kommen an die Reihe und müssten nun sechs Chips bezahlen, um mitzugehen - was "Pot Odds" von 66:6 oder 11:1 ergibt. Wenn Sie also eine Chance von 1 zu 12 auf das bestmögliche Blatt haben, rechtfertigen die "Pot Odds" einen "Call". Solche "Potquoten" legt man auch bei der Berechnung von "Draw"-Chancen zugrunde. Ein Beispiel: Sie haben noch eine Karte zum "Nut Flush" nötig, und es wird nur noch eine Karte ausgegeben. Damit haben Sie in etwa eine Chance von 1:4, dass Sie Ihren Flush zusammenbekommen. Wenn Sie ein Call 8 Chips kosten würde, um die letzte Karte zu sehen, müssten also mindestens 32 Chips im Pot liegen, um diesen Call zu rechtfertigen.
Pot-LimitEine Einsatzvariante, bei der der Spieler, der an der Reihe ist, bis zum aktuellen Höchstbetrag erhöhen kann. Ähnlich wie No Limit Poker unterscheidet sich auch Pot Limit Poker sehr stark vom Limit Poker.
PreflopDie Phase vor dem Flop, wenn man nur zwei Karten auf der Hand hat.
PriceDie "Pot Odds", die Sie für einen Draw oder Call bekommen: "Der Preis für den Pot hat gestimmt, also bin ich mit meinem Gutshot Straight Draw dabeigeblieben."
Protect"Beschützen". (1) Im Live-Poker legt man normalerweise einen Chip auf seine Hole Cards oder lässt die Hand drauf ruhen, damit sie nicht mit gepassten Karten eines anderen Spielers verwechselt oder versehentlich vom Dealer eingesammelt werden. (2) Setzen oder erhöhen, damit einige Gegenspieler passen. Dadurch verringert sich die Chance, dass Spieler mit einer "Drawing Hand" im Spiel bleiben und mit Glück die richtige Karte bekommen.
Quadssiehe Poker
QuadsVierling (vier Karten des gleichen Kartenwerts).
RaggedKarten, die auf den ersten Blick keinem Spieler am Tisch viel nützen. Einen Flop wie z.B. J-6-2 bezeichnet man als "ragged" (unfertig).
RagsKarten, welche für den Spieler nutzlos sind.
RainbowEin "Rainbow Flop" (Regenbogen-Flop) besteht aus drei Karten von unterschiedlicher Farbe, sodass ein Flush mit dem Turn unmöglich wird. Der Ausdruck wird auch für ein Board mit fünf Karten benutzt, das maximal zwei Karten von einer Farbe bietet, einen Flush also unmöglich macht.
Rainbow FlopWenn die 3 Karten des Flops aus 3 unterschiedlichen Farben bestehen (so wird ein Flush sehr unwahrscheinlich).
RaiseDen vom vorderen Spieler gemachten Einsatz noch erhöhen.
Raise"Erhöhen". Die Erhöhung eines von einem anderen Spieler getätigten Einsatzes.
RakeDie Gebühr, welche vom Casino von jedem Pot abgezogen wird. So finanziert sich das Casino beim Pokern.
RakeBetrag, der für den Veranstalter eines Pokerspiels aus dem Pot genommen wird (deutsch etwa "Spielgebühr" oder bei Kasinos "Hausgeld").
Rank"Rang". Der nummerische Wert einer Karte (im Gegensatz zu "suit", Farbe): "Bube", "Sieben".
Re BuyErmöglicht das Kaufen von zusätzlichen Chips, wenn ein Spieler während eines Turniers keine Chips mehr hat oder seinen Chip Stack vergrössern möchte. Ein Re-Buy ist in der Regel nur während einer bestimmten Zeit am Anfang eines Turniers möglich.
ReadingDas Lesen von Spielern (ihr Wettverhalten, ihr Benehmen, ihre Reaktionen, ihre Sprache, usw.).
RepresentVorgeben, eine gute Hand zu haben: Wenn man vor dem Flop den Einsatz erhöht und wiederum erhöht, nachdem der Flop ein As gebracht hat, dann "repräsentiert" man ein Paar Asse.
ReraiseBeim Setzen eine Erhöhung nochmals erhöhen.
Reverse Implied Pot OddsSiehe Pot Odds. Allerdings berücksichtigt man hier auch noch, wie viel man im Verlaufe der Runde noch verlieren könnte.
Ring GameSo bezeichnet man ein Pokerspiel, welches kein Turnier ist und wo die Chips dem echten Geldwert entsprechen. Siehe auch Cash Game.
Ring GameEin regulärer Pokertisch, wo in jeder Runde um Chips gespielt wird, die einen festen Gegenwert besitzen - im Gegensatz zu Turnieren, wo man ein einmaliges "Buy-in" bezahlt.
RiverDie letzte Gemeinschaftskarte bei Texas Hold'em.
RiverDie fünfte und letzte Gemeinschaftskarte, die offen auf den Tisch kommt. Es gibt viele Metaphern mit der Riverkarte, wie z.B.: "I was drowned in the river" (Ich bin im Fluss ertrunken) - was ganz einfach bedeutet, dass die letzte Karte jemand anderes ein besseres Blatt gab und man einen sicher geglaubten Pot doch noch verlor.
RiverboatWenn ein Fullhouse erst beim River komplettiert wird.
RockSpielertyp, welcher sehr tight spielt, vorsichtig und wohlüberlegt seine Einsätze setzt.
RockEin Spieler, der äußerst solide und nicht sehr kreativ spielt. Er ist spielstark, aber die Stärke seiner Blätter ist auch leicht vorhersagbar. Wenn er auf dem River erhöht, kann man getrost seine Karten passen - außer natürlich, man hält die "Nuts".
Rope a DopeGegen sehr aggressive Spieler kann man mit einem sehr guten Blatt callen statt zu raisen. Der agressive Spieler wird so ermuntert, weiter Geld in den Pot zu bringen. Erst am River wird dann ein Raise angebracht. Dies nennt man Rope-a-Dope.
Royal FlushDas höchste Poker-Blatt. Strasse vom Ass zur Zehn der gleichen Farbe.
RunnerEine zum Flush oder Straße passende Karte, die am Turn oder River kommt. "Runner-Runner" sagt man, um ein Blatt zu beschreiben, welches sich erst mit der Turn-und der Riverkarte bildet. Ein Beispiel: "Er traf einen Runner-Runner Flush und schlug somit meinen Drilling." Siehe dazu auch "Backdoor".
RushWenn ein Spieler einen guten Lauf hat.
SatelliteEin Turnier mit einem kleinen Einsatz. Die Gewinner erhalten das Buy In für ein grösseres Turnier.
Scare CardEine Gemeinschaftskarte, welche es möglich macht, dass ein gegnerischer Spieler nun das Gewinnerblatt hält (z.B. die dritte Herz Karte, welche dem Gegner einen Flush ermöglicht).
Scare Card"Angstmacher". Eine Gemeinschaftskarte oder offene Karte, die das Potenzial hat, das Blatt eines Gegners deutlich zu verbessern. Ein Beispiel: Sie haben T-8 und im Flop kommt Q-J-9 - was bedeutet, das Sie zu diesem Zeitpunkt das wahrscheinlich beste Blatt halten. Eine T als nächste Karte wäre dann eine echte "Scare Card", da Ihr Blatt nun so gut wie geschlagen ist - denn schon ein einzelner König bzw. zwei Karos auf der Hand eines Gegners schlagen Ihren Straight.
Second Pairauch "Middle Pair" genannt. Ein Paar, das eine Ihrer Startkarten mit der zweithöchsten Karte auf dem Flop zusammen bildet. Ein Beispiel: Sie halten A-T und der Flop bringt K-T-6. Damit haben Sie das "Second Pair" gefloppt.
Sellauch "to sell a hand" (eine Hand anbieten) genannt. Ein sehr starkes Blatt mit mäßigen Einsätzen spielen, damit die Gegner nicht passen, sondern mitgehen - und so mehr Geld in den Pot einzahlen.
Semi BluffIm Moment hat man noch nicht gute Karten, setzt aber schon mal viel, da die Möglichkeit besteht, das beste Blatt zu bekommen. Kann z.B. sein, wenn man nach dem Flop vier Karten der gleichen Farbe hat und auf einen Flush wartet.
Semi-Bluff"Halber Bluff". Ein äußerst wirkungsvolles Konzept, das ursprünglich von David Sklansky definiert wurde. Ein Semi-Bluff beinhaltet einen Einsatz (oder eine Erhöhung), von dem Sie hoffen, dass er die anderen Spieler zum Passen veranlasst. Sollte aber jemand mitgehen, bleiben Ihnen dennoch einige "Outs". Ein Semi-Bluff kann sich dann lohnen, wenn weder ein "Value Bet" noch ein reiner Bluff korrekt wären, eine Kombination von beidem aber zu guten Gewinnchancen führt. Ein Beispiel: Sie haben K-Q und der Flop bringt T-5-J. Wenn Sie nun einen Einsatz bringen, wäre dies ein typischer Semi-Bluff. Wahrscheinlich haben Sie momentan nicht das beste Blatt und würden es gern sehen, wenn alle Gegner passen. Sollte dennoch jemand mitgehen, bleiben Ihnen aber theoretisch noch genügend Karten im Stapel, die Ihr Blatt zum besten Blatt aufwerten können.
SetEin Drilling, wo man zu Beginn ein Pocket Pair in der Hand hält.
SetEin Drilling, gebildet aus einem "Pocketpaar" und einer Gemeinschaftskarte.
SharkEin sehr erfahrener Spieler, der viel gewinnt.
Short StackDer Spieler, welcher am Tisch am wenigsten Chips besitzt.
Short Stack"Kleiner Stapel". Der Spieler am Tisch, der den kleinsten Chipstapel hat.
Shorthand TableWenn bei einem Pokerspiel 6 oder weniger Spieler an einem Tisch sitzen.
ShowdownDas Aufdecken der Karten der am Ende noch verbleibenden Spieler.
ShowdownAufdecken der Karten am Ende einer Spielrunde. Alle Spieler, die zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel sind, drehen ihre Karten um (angefangen beim Spieler links vom "Dealerbutton"), um den Sieger zu ermitteln. Wenn jemand in der letzten Setzrunde allerdings einen Einsatz bzw. eine Erhöhung bringt, mit der kein anderer Gegner am Tisch mitgeht, kommt es natürlich nicht zum "Showdown".
Side PotDer Teil des Pots, der von den verbleibenden Spielern umkämpft wird, wenn einer oder mehrere Spieler All In gegangen sind.
Side Pot"Nebenpot". Ein "Side Pot" wird immer dann gebildet, wenn ein Spieler All-in ist mit seinen Chips, aber nicht mit dem letzten Einsatz bzw. der letzten Erhöhung gleichziehen konnte. Er spielt dann nur noch um den "Main Pot" (Hauptpot), wohingegen die anderen um sowohl den Hauptpot als auch den Nebenpot weiterkämpfen.
Sit and GoTurnierform mit in der Regel wenigen Spielern. Sobald die benötigte Anzahl Spieler vorhanden ist, beginnt das Spiel. Häufig ein Spiel an einem Tisch.
Slow PlayWenn man eine gute Hand hat und sich beim Setzen zurückhält, damit möglichst viele Spieler den Einsatz zahlen oder um den Eindruck zu vermitteln, dass die eigene Hand gar nicht so gut ist.
Slow Play"Verhaltenes Spiel". Ein Spieler spielt in den ersten Setzrunden sehr verhalten, obwohl er ein sehr starkes Blatt hat - um dadurch möglichst viele Spieler im Pot zu behalten.
Small Blindsiehe Blind
Small BlindDer kleinere der beiden Pflichteinsätze, die typisch für Texas Hold'em sind. Siehe auch "Blinds" und "Big Blind". Im Allgemeinen beträgt der Small Blind ein bis zwei Drittel eines Einsatzes der ersten Setzrunde.
Smooth CallEin "Smooth Call" ist ein einfacher "Call" mit einem Blatt, mit dem man eigentlich erhöhen könnte. Die Absicht ist, viele Spieler im Pot zu halten: "Ich habe den Nut Flush gefloppt, aber nur einen Smooth Call gebracht, nachdem der Typ vor mir gesetzt hat - ich wollte niemanden aus der Hand verjagen."
SpadesSpielkartenfarbe Pik
Split PotEin Pot, der zwischen zwei oder mehreren Spieler aufgeteilt wird, deren Blatt beim Showdown dieselbe Wertigkeit haben.
Split Pot"Geteilter Pot". Ein Pot, der zwischen zwei oder mehr Spielern geteilt wird, die beim Showdown alle ein gleichwertiges Blatt haben.
Split Two PairWenn jede der Startkarten mit einer Gemeinschaftskarte ein Paar bildet. Ein Beispiel: Sie haben 7-9 auf der Hand und der Flop bringt 7-9-K.
Spread-limitEine Einsatzstruktur, bei der ein Spieler in jeder Setzrunde einen frei wählbaren Betrag setzen kann - solange dieser innerhalb eines vorgegebenen Einsatzbereichs liegt. Eine typische Spread-Limit-Struktur wäre z.B. 2-6, wobei jeder Spieler in jeder Setzrunde mindestens 2 und höchstens 6 Chips setzen kann.
StackDie Chips, welche ein Spieler besitzt.
Steal RaiseEine Erhöhung eines Spielers, welcher sich in Late Position befindet. Er bezweckt damit, dass die Gegner aussteigen und er den Pot sofort gewinnt (er den Pot stehlen kann). Wird vorallem bei höheren Blinds praktiziert.
Stone KillerSpielertyp, welcher tight aggressive spielt. Dies ist der gefährlichste Typ von Gegner, die meisten Profispieler sind Stone Killer.
StraddleEin zusätzlicher Pflichteinsatz, der meist doppelt so hoch ist wie der "Big Blind" und vom Spieler links neben dem Big Blind entrichtet werden muss. Der Straddle ist im Grunde eine Erhöhung und zwingt jeden Spieler, der sich an der Hand beteiligen will, mindestens zwei Einsätze zu zahlen. Dazu kommt, dass der "Straddler" als letzter Spieler vor dem Flop an der Reihe ist - und seinerseits erneut erhöhen kann.
StraightStrasse, d.h. fünf Karten unterschiedlicher Farbe nacheinander.
Straight FlushStrasse mit fünf Karten gleicher Farbe nacheinander.
String Bet"Einsatz in mehreren Abschnitten". Ein Einsatz (meist eine Erhöhung), bei der ein Spieler die Chips für seine vorher deklarierte Erhöhung in zwei oder mehr Abschnitten in den Pot legt. Hat er vorher nicht angesagt, was er zu tun gedenkt (ob er mitgeht oder erhöht), kann diese Erhöhung vom Dealer annulliert werden und nur ein Mitgehen erlauben. Dieses Verbot von "String Bets" beugt der Unsitte mancher Spieler vor, erst einmal mal nur genügend Chips für einen Call in die Mitte zu schieben, dabei den erzielten Effekt zu beobachten und dann womöglich durch das Nachschieben von Chips zu erhöhen.
Suck OutWenn ein Spieler mit Glück beim Turn oder River eine unwahrscheinliche Karte bekommt und gewinnt.
SuckerEin Spieler, der als Verlierer angesehen wird.
SuitedWenn die beiden Startkarten einfarbig sind, spricht man von Suited. Die Möglichkeit einen Flush zu bekommen sind dann bedeutend besser, als wenn die Karten Unsuited bzw. Offsuited sind.
SuitedKarten gleicher Farbe. Der Ausdruck wird häufig benutzt, wenn die Startkarten beim Texas Hold'em von derselben Farbe sind. Ein Beispiel: "Ich hatte J-3 suited - ich musste einfach callen."
Suited ConnectorWenn die beiden Startkarten einfarbig und sich folgend sind. z.B. Karo Dame und Bube.
Table StakesDiese Pokerregel besagt, dass ein Spieler während einer Hand nur die Chips einsetzen darf, die vor ihm liegen - also "den Chipstapel auf dem Tisch". Sollten ihm im Verlauf der Hand die Chips ausgehen, wird neben dem Hauptpot ein "Sidepot" gebildet und ausgespielt, ohne dass er daran einen Anteil hat. Poker wird in Kasinos immer mit der "Table Stakes"-Regel gespielt. Mit dieser Regel ist gleichzeitig verbunden, dass kein Spieler einfach einige seiner Chips vom Tisch nehmen darf, d.h. sich während einer Hand einen Teil seiner Chips in die Taschen steckt: Entweder man hört auf zu spielen, nimmt seine Chips und geht, oder man spielt weiter und lässt seine Chips auf dem Tisch, bis die Hand beendet ist und man gehen darf.
TellEin Verhalten, welches den anderen Spielern verrät, was für Karten dieser hat.
Tell"Hinweis". Eine unbewusste Bewegung, Gebärde oder Verhaltensweise, durch die ein Spieler in bestimmten Situationen ungewollt die Stärke seines Blattes preisgibt oder seine nächste Aktion verrät.
Three of a kindDrillinge, d.h. z.B. drei Asse.
TightEin zurückhaltender Spieler, der nur wenige Hände spielt. Dies ist das Gegenteil von Loose.
TiltWenn ein Spieler verloren hat und danach (deswegen) schlecht spielt. Er wird sehr emotional und verliert den Blick für die Rationalität.
Tilt"To go on tilt" bedeutet soviel wie "verrückt spielen" oder "durchdrehen". Dieser Pokerausdruck bezeichnet einen Spieler, welcher durch eine Pechsträhne seine emotionale Balance verliert und anfängt, wild und unbesonnen zu spielen und sozusagen "mit seinen Chips um sich wirft".
TimeDie Zeit, die ein Spieler über seinen Spielzug nachdenken kann, wenn er an der Reihe ist. Im Kasino kann man mit dem Ausdruck "Time, please" um mehr Zeit bitten. Tut ein Spieler dies nicht und lässt sich zuviel Zeit, kommt es vor, dass die Spieler nach ihm bereits setzen oder erhöhen. In einem solchen Fall kann der Dealer sein Blatt zur "Dead Hand" erklären und aus der Hand nehmen.
TokeBeim Live-Poker eine Art Trinkgeld, dass der Dealer vom Gewinner eines Pots bekommt. In den USA sind diese "Tokes" Haupteinkommen der Dealer.
Top and BottomDas höchste und das niedrigste Paar - wenn die beiden Startkarten mit der höchsten und der niedrigsten Gemeinschaftskarte je ein Paar bilden. Ein Beispiel: Sie haben K-7 und der Flop bringt 7-9-K.
Top PairWenn ein Spieler das höchst mögliche Paar besitzt, welches zusammen mit den Gemeinschaftkarten gebildet werden kann (z.B. er hat 93 und im Flop kommt 964).
Top Pair"Höchstes Paar". Ein Paar, gebildet aus einer Startkarte und der höchsten Karte im Flop. Ein Beispiel: Wenn Sie A-6 haben und der Flop A-T-8 bringt, dann haben Sie "das Top Pair gefloppt".
Top Set"Höchster Drilling". Wenn Sie mit Ihrem "Pocket Pair" und der höchsten Karte aus dem Flop einen Drilling bilden können. Ein Beispiel: Sie haben T-T und im Flop erscheinen 4-T-8 - damit haben Sie "das Top Set gefloppt".
Top Two"Die obersten Zwei". Wenn jede der Startkarten mit einer Gemeinschaftskarte ein Paar bildet. Ein Beispiel: Sie haben 7-9 auf der Hand und der Flop bringt 7-9-K. Auch "Split Two Pair" genannt.
TripsDrilling (d.h. drei gleiche Karten)
TripsDrilling. Auch "Set" oder "Three of a kind" genannt.
TurnDie vierte Gemeinschaftskarte bei Texas Hold'em.
Turn"Unter Feuer" (gern auch als "UTG" abgekürzt). Wenn man gleich links neben dem "Big Blind" sitzt und somit als erster Spieler entscheiden muss, was man macht. Die schlechteste Position am Pokertisch.
Two Pairzwei Paare (z.B. TT und 33)
Under the GunDer Spieler, welcher hinter dem Big Blind sitzt und beim Preflop als Erster handeln muss
UnderdogEine Hand, welche die schlechteren Chancen zum Gewinn gegen eine andere Hand hat (z.B. A5 gegen AK).
Underdog"Außenseiter". Eine Person oder ein Blatt, das mathematisch gesehen nur geringe Gewinnchancen hat. Ein Beispiel: Wenn Sie mit dem Flop vier Karten für einen Flush zusammenbekommen, sind Sie rein rechnerisch in etwa ein 2:1 "Underdog", was Ihre Chancen auf einen Flush bis zum River betrifft (d.h. Sie treffen etwa jedes dritte Mal Ihren Flush). Siehe auch "Dog".
UnsuitedWenn die beiden Startkarten nicht von derselben Farbe sind (gleiche Bedeutung wie Offsuited).
Value"Wert". Der Ausdruck "Bet for Value" bezeichnet einen Einsatz in einer bestimmten Situation, mit dem nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf lange Sicht häufiger gewonnen als verloren wird - in der Hoffnung, dass die Gegner callen (im Gegensatz zu einem Bluff).
Value BetEine Wette, welche dem effektiven Blatt entspricht, welches ein Spieler hat. Wird in der Regel gemacht, in der Hoffnung, andere Spieler gehen mit.
VarianceEnglische Bezeichnung für Varianz. Damit sind die Auf- und Abbewegungen des zur Verfügung stehenden Kapitals (Bankroll) eines Pokerspielers gemeint. Eine hohe Varianz bedeutet, dass der Pokerspieler ein hohes Auf und Ab in Kauf nehmen muss.
Variance"Varianz". Das Maß der Höhen und Tiefen, die Ihr Kontostand im Laufe Ihrer Pokerkarriere durchläuft - was aber nicht unbedingt auf die Qualität Ihres Spiels schließen lassen muss. Jedoch gilt: Je höher die Varianz, desto größer die Auf- und Abschwünge der Bankroll.
WCOOPAbkürzung für World Championship Of Online Poker
WPTWorld Poker Tour
WSOPWorld Series of Poker (die Weltmeisterschaft im Poker, findet alle Jahre in Las Vegas statt)